Ökonomische Zweifel am "Grünen Wachstum" 18. Dezember 2009, 18:54 Kioto-Protokoll und UN-Gipfel zielen auf eine Reduzierung von Treibhausgasen. Gleichzeitig aber soll weiterhin das implizite Wachstumsziel der EU-Lissabon-Strategie gelten – Wie soll das gehen? Original Verändert (meine Version) Eine Gruppe österreichischer Ökonominnen und Ökonomen diskutiert die Frage der Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz sei einiger Zeit und präsentiert hier erste Überlegungen: Die erste Überlegungen von österreischer Ökonomen über den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Ökologische Nachhaltigkeit wurde vor kurzem im Standard presentiert. Viele Entscheidungsträger/innen aus Wirtschaft und Politik können offenbar Klimaschutzmaßnahmen nur dann akzeptieren, wenn sie sich wirtschaftlich rechnen. Green Growth verheißt die Botschaft, "dass ‚Umweltverträglichkeit' und ‚Wachstum' Hand in Hand gehen können" (OECD Ministerrat 25. Juni 2009). Viele Entscheidungsträger können Klimaschutzziele akzeptieren, falls es mit dem Wirtschaftswachstum vereinbar ist. Anderseits, die zwei können schon Hand in Hand gehen, als der Standpunkt Green Growth behauptet. Anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen rechnen etliche Studien internationaler Organisationen vor, dass der weltweite Treibhausgasausstoß bis 2050 halbiert werden soll, während die Weltwirtschaft um jährlich rund drei Prozent wächst, also sich insgesamt etwa verdreifacht. Es ist aber keine einfache Aufgabe, weil nach etliche Studien internationaler Organisationen Treibhausgasausstoß bis 2050 halbiert werden soll, und zwischenzeitlich die Weltwirtschaft ist voraussichtlich etwa verdreifacht wird. Für hochentwickelte Industrieländer bedeutet dies sogar eine achtzigprozentige Treibhausgasreduktion bei allerdings "nur" zwei Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Es bedeutet, dass hochentwickelte Industrieländer sollten seine Treibhausgasausstoß mit achtzig prozent reduzieren bei nur zwei Prozent jährliche Wachstum des BIPs. Länder wie Österreich müssten also in den nächsten vierzig Jahren ein Fünftel der heutigen Treibhausgasemissionen anstreben, während sich ihr BIP mehr als verdoppelt. Österrreich, zum Beispiel, müsste in den nächsten vierzig Jahren ein Fünftel der heutigen Emissionen kerben/frezen/nachsetzen, währen sich sein BIP mehr als verdoppelt. Anders ausgedrückt: Trotz Kopenhagen soll das implizite Wachstumsziel der Lissabon-Strategie der EU weiterhin gelten. Der nebeneinander bestehender Lissabon-Strategie hält aber das Wachstum ein Priorität für die EU. Wie soll das gehen? Wie könnte man dies in Einklang 1bringen? 2
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